3 Schritte für mehr Minimalismus

Als ich damals auf das Thema Minimalismus stieß, ließ ich mich von der Vorstellung einnehmen, dass Minimalismus stets radikal und konsequent gelebt werden sollte. Nicht weil ich es selber tat, es war einfach nur meine Vorstellung.  Und diese Vorstellung machte mir Angst: Wie soll ich so schnell meinen ganzen Kram loswerden? Das schaffe ich doch nie und nimmer. Ich habe so viel Chaos in meinen Schubladen, ich habe nicht die Zeit, das alles durchzugehen!

Heute kann ich mit Stolz sagen, dass ich meinen Besitz dramatisch reduziert habe. Alles auf einmal? Nein. Es geschah Stück für Stück. Diese Schritte haben mir am Anfang geholfen, den Mut nicht zu verlieren und immer wieder meinen Besitz zu hinterfragen und meine Gewohnheiten zu ändern. Minimalistisch leben, das war und ist noch ein Traum von mir.

Mit diesen drei Schritten, kannst auch du beginnen, Raum für die wirklich wichtigen Dinge zu schaffen und deinen Konsum achtsam zu hinterfragen.

Schritt 1: Macht mich der Gegenstand glücklich?

Geht bewusster durch eure Wohnung und sortiert die Gegenstände aus, die Euch nicht glücklich machen. Ich verspreche Euch: Es wird euch besser gehen! Ich beispielsweise habe immer ein flaues Gefühl gekriegt, wenn ich alte Fotos gesehen habe. Oder aber auch meine chaotische, erste Schublade am Schreibtisch hat mich unruhig gemacht. Achtet mal darauf, was eure Gegenstände mit Euch machen und befreit Euch von dieser Last! Stück für Stück sorgt ihr in eurem Zuhause für mehr Glück.

Schritt 2: Brauch ich das wirklich?

So simple, aber doch so effektiv. Wisst ihr, wie ich meinen Konsum eingeschränkt habe? Indem ich immer daran denken, wie aufwendig es wäre, diesen Gegenstand wieder auszumisten und zu entsorgen. Und plötzlich merke ich: Neeee, ich brauch das nicht.

Ein Beispiel: Ich versuche momentan plastikfreier zu leben und hatte voll Begeisterung den Drang, sämtliche plastikfreie Produkte zu erwerben. Dass es eigentlich um weniger und bewussten Konsum ist vergisst man im Shoppingrausch. Und nein, ich habe mir nix geholt, war aber kurz davor 🙂

Schritt 3: Brauche ich Geschenke?

Als ich anfing meinen Besitz Stück für Stück zu reduzieren, bemerkte ich ein großes Hindernis: GESCHENKE.  Wie bringe ich die Leute dazu, mir keine Geschenke zu machen?

Gar nicht so einfach, oder? Davon auszugehen, dass man Geschenke bekommt, wirkt arrogant. Gar nichts zu sagen, verursacht einen weiteren – pardon – Müllberg in meinem Zimmer. Und bedeutet für mich mehr Zeit in Aufräumen investieren.

Ich habe eine Lösung für mich gefunden: Seit zwei Jahren verschenke ich nur noch leckere Bäckereien, plastikfreie verwendbare Produkte wie z.B. Haarseife oder schöne Unternehmungen. Ich glaube, dass wir uns über einen schönen Tag mit unseren Freund oder unserer Freundin mehr freuen würden, als über irgendeinen Gegenstand, den wir meist nicht wirklich brauchen.

Es hat ein wenig gedauert, aber seit einigen Jahren erhalte ich tatsächlich kaum Geschenke, nur noch Kuchen oder Gutscheine für Unternehmungen und ich merke: Ich bin viel viel glücklicher und habe viel mehr Zeit. Der Druck, ein Geschenk finden zu müssen und auch der Druck an Geburtstagen, Weihnachten, Ostern oder anderen Tagen etwas zu bekommen, was ich nicht brauche, sind weg.

Und wenn es doch nicht klappt wie gedacht, kann man es auch ansprechen. So wie ich letzte Woche: „Ja, ich versuche momentan minimalstischer zu leben und würde mich aufrichtig darüber freuen, kein Geschenk an XY zu bekommen. Lass uns doch stattdessen was zusammen unternehmen!

 

Ansonsten gilt, wenn ihr minimalistischer leben wollt, dann setzt euch nicht unter Druck, sondern probiert es Stück für Stück.

 

 

 

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